Konya – Central Anatolia
von lo am Feb.08, 2010, unter China 2010
Mensch stelle sich nur vor: eine Stundenlange schnurgerade, sechsspurige Stadteinfahrt, links und rechts gesaeumt von unzaehligen, in Gruppen angeordneten, gleichen, hohen, etwas trostlos wirkenden Neubauten die nicht wirklich bewohnt wirkten. Der Unikampus am Anfang dieser Strasse, immerhin mit einer Strassenbahn erreichbar, am Ende der Einfahrt die uns ca.1,5 h kostete ein belebtes und fuer eine Grosstadt charakteristisch laessiges Zentrum.
Nach den Strapazen der letzten Tage, war uns das Hotel Mevlana im Zentrum Konyas, dieser wohl weit ueber die angegebene eine Million gewachsene/wachsende Metropole eine willkommene Moeglichkeit uns zu erholen und ordnen Auch konnten wir die eine oder andere Kleinigkeit reparieren; so z.B. Elias’s Zahn bei dem sehr guten und guenstigen Muammer Gözlü von dentestetic, einen weiteren Aspekt der Ladeschaltung bei Ahmed Parlak, Notwendige Naehte an der Ausrüstung, Handwaesche, wir genossen es aber auch sehr ganz einfach ein bisschen in der Menge unter zu gehen. Zugleich haben wir auch einige der zahlreichen schoenen Bauwerke und vorallem dass religioes sehr bedeutende Mevlana Museum mit dem Grabmal, des Vaters der Derwische, besucht, wo wir leider nicht Fotografieren durften.
Ab Morgen geht es wieder weiter, wir freuen uns schon sehr auf Kappadokien und hoffen auf gutes Wetter.
West-Anatolien – Türkische Gastfreundschaft
von lo am Feb.07, 2010, unter China 2010
Doch nicht nur eine Spazierfahrt bei Sonnenschein!
Erlebnisreiche/Anstrengende Tage liegen hinter uns, tut uns Leid dass wir uns jetzt erst melden koennen!

Wie geplant sind wir von Istanbul mit der Faehre nach Yalova; dort haben wir dann um die gesparten Km wieder einzuarbeiten eine Rundfahrt an der Maramaraküste über Armutlu gemacht. Promt wurdenwir mit idyllischer Landschaft, verträumten Dörfchen und tollem fast sommerlichen Wetter belohnt. Dann ging es weiter nach Bursa wo wir noch einchecken konnten
bevor es zu regnen begann. In Bursa, einer modernen Grosstadt die einst ottomanische Hauptstadt war, drehten wir dann zu Fuß eine grosse Runde und uns gutgehen.
Am darauffolgenden Tag ging es dann bereits an den Auf”radl” in die anatolische Hochebene, anfangs mit Sonnenschein und Temperaturen bis zu 18 C. Wir glaubten schon dass wir den Winter nun einmal mehr, aber jetzt so richtig hinter uns gelassen hatten.
Doch je hoeher wir kamen, umso kuehler wurde es und gegen Abend hatten wir bereits staerkerwerdenden, kaltenRegen der uns wieder in die Realitaet des fast vergessenen Winters zurückholte. Es regnete die ganze Nacht und am Morgen hatten wir bereits Schneeregen, da half kein Warten oder Fluchen, wir mussten in die feucht-klammen Kleider und raus in die kalte Naesse. So ging es dann auf der matschigen Strasse los abwechselnd bergauf und bergab.
Doch damit nicht genug, gerade nach einer kurzen Rast vor einer langgezogenen Steigung die ich, Lo (da ich dank meiner hoeheren Muskelkraft) wie so oft etwas flotter wie Elias nahm, erwischte dieser einen Nagel und hatte prompt einen Platten trotz der eigentlich pannensicheren Maentel. Als ich dann am Ende der Steigung bei meinem 2ten Tee, den mir der Tankwart in seinem Kaemmerlein bei einer dieser, ob der Sprachschwierigkeiten wortkargen Unterhaltungen aufwartete ungewöhnlich lange wartete, beschloss ich besorgt um zudrehen und bei dem immer noch strömenden Regen langsam-suchend Berganzufahren. Elias entdeckte ich dann ganz unten gemütlich speisend in der Ortschaft die ca. 200m nach unserem Rastplatz lag. Er hatte sein Rad bis dorthin gezerrt und wurde dort gleich liebevoll umsorgt. Mitgenommen hatte ihn leider niemand und auch keine der Nachrichten die er mir von vorbeifahrenden Kraftfahrzeug Lenkern (die was grüssendes Hupen betrifft immer übereifrig sind) übermitteln lies wurde mir weitergegeben.
Doch der Patschen war mit dem Pickzeug(welches nun Elias transportiert…) schnell repariert und es ging wieder bei Gegenwind und eisigem Regen bergauf. Als es bereits stockfinster war, wir bereits durch und durch nass und unser Ziel, die naechste grössere Ortschaft immer noch 30 Km entfernt war, begannen wir uns schon mit dem Gedanken anzufreunden die Nacht wiederwillen im bereits nassen Zelt verbringen zu muessen. Auch wenn wir uns einredeten, dass schaffen wir noch, nur nicht lockerlassen und stehenbleiben. Dann ein Minivan der erst stoppte und dann neben uns
herfuhr…; ein netter junger Türke der uns bald als Fatih bekannt wurde musste uns geradezu überreden uns helfen zu dürfen. Wir luden die Raeder ein und fuhren die lange, für uns dann offensichtlich unschaffbare Strecke bis zu ihm nach Hause mit. Er lud uns ein bei ihm zu wohnen, wir wurden Freunde und sind dann mit ihm und seinem ebenfalls sehr netten Mitbewohner der uns sogar sein Zimmer überlies noch ins türkische thermal Hamam (Bad) wo wir unsere verfrohrenen Gebeine in der Sauna wieder durchwaermen konnten.
(c) by Lo
Kütahya und die Hilfe von Hasan…
Als wir dann nach einem kurzen, jedoch trotzdem anstrengenden Tag (weil nasse Kleider und erschöpft vom Bergabendteuer der letzten Tage) in Kütahya schon gegen Mittag ankamen, wurden wir bereits im Zentrum von Hasan empfangen. Ihn musste so eine Art “Engel” geschickt haben, denn er zeigte uns sogleich ein sehr günstiges Hotel mitten am Hauptplatz mit Aussicht auf diesen. Nach einer ausgiebigen heißen Dusche holte uns Hasan am frühen Nachmittag wieder ab und brachte uns in ein Elektronik-Bastler-Shop, wo wir mit Hilfe weiterer Spezialistenunsere Ladeelektronik wieder vollständig reparieren konnten! Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an:
Cemalettin Sarlik, Bisikletci Cemali, Kurtulus Cad. Havuscu Cikmazi No.12, Afyon
Er kann einfach alles reparieren
. Und weil wir gleich dabei waren, haben wir auch gleich einen Schalter in das Dynamokabel eingebaut, damit ich währen dem Fahren bequem den Lader ein- und ausschalten kann
Danach fuhren wir mit Hasanmit dem Taxi auf die Burg, von wo aus man einen fantastischen Ausblick auf die Stadt hatte und spaziertenden restlichen Nachmittag durch die Stadt.
Dabei besuchten wir unter anderem 2 Moscheen, wobei wir bei einer der beiden während einer Predigt des Imam(Priester) anwesend sein durften. Es war irgendwie magisch und fesselnd. Die Muslime beten sehr intensiv! Es war für uns ein tolles Erlebnis, vor allem auch, weil am Ende der Predigt eine große Wärme und Herzlichkeit der Anwesenden ausging. Es schien als würden sie sich über unsere Anwesenheit gefreut haben und gaben uns durch die herzliche Verabschiedung auch das Gefühl irgendwie “zusammenzugehören”…
(c) by Idefix
Wir werden interviewed und gefilmt
Ein weiteres tolles Erlebnis hattenwir am übernächsten Tag nach Kütahya. Wir beschlossen spontan, in der kleinen Stadt Afyondieangeblich so tolle Burg bei dessen Anblick einem der Atem stockt, zu besichtigen.
Wir fahren also direkt ins Zentrum und werden prompt von einem “Reporter” aufgehalten, der meinte, er hätte gehört, wir seinen mit dem Rad in der Türkei unterwegs. Er bat um ein Interview und wir willigtenein. Minuten später war auch schon ein 2-köpfiges Kamerateam zur Stelle. 
Unsere Bedingung war, dass wir zusammen die Burg “beklettern” und sie uns dabei begleiten, fotografieren und filmen dürfen. Es war irgendwie lustig und auch ungewohnt…
Nach der Burgbesichtigung zeigten sie uns noch ein kleines Fahrradgeschäft, in dem wir Lothars Hinterbauständer repariert bekamen. Natürlich alles umsonst und in perfekter türkischer Qualität! Statt Alu-Schrott reinen Baustahl, unverwüstlich. Wenn etwas den Rest dieser Tour überleben wird, dann Lothars neuer “Vollstahlständer”
. Der Ladenbesitzer zeigte uns ganz stolz ein Foto eines Franzosen, der während einer Weltumradelungbei ihm “hängengeblieben” war und meinte, wenn wir sonst noch irgendwelche Probleme hätten, er könne uns bei Allem helfen
. Wir erkärtenihm noch mein Problem mit dem Freilauf, der seit 2 Tagen nicht mehr richtig “einhackte” und oft leer durchdrehte. Er meinte ebenfalls, was ich bereits vermutete, dass dieser durch die tiefen Temperautren einfach eingeeistsei. Tatsächlich funktioniert dieser mittlerweile wieder einwandfrei, dank der letzten 2 “über Null Grad Tage”
(c) by Idefix
Istanbul eine pulsierende Metropole
von lo am Jan.28, 2010, unter China 2010
Wir haben die Bootsfahrt gemacht und bereits einen Blick aufs Schwarze Meer werfen, als auch einen Fuss auf Asiens Kueste setzten koennen; Auch haben wir Andrea, eine nette Argetinierin kennengelernt.
Nicht zu vergessen: Faruk einen sehr netten und gescheiten Türken der quasi unsere Supportstelle in Istanbul war, haben wir auch getroffen, er hat unsere Ertsatz-Schaltaugen empfangen und uns diese feierlich bei unserem Treffen mit obligatorischer Wasserpfeife übergeben. Er haette auch die Schaltung von Markus bekommen sollen, doch diese ist bisher leider nicht angekommen…
Wir versuchen Einerseits zu Entspannen, trotz der touristischen und sehr belebten Athmosphere und auf der anderren Seite soviel wie moeglich von diesem sehr imposanten Ort mitzunaehmen. Istanbul ist riesig, ausgedaehnt und divers durch die vielen Zentren/Bezirke/kulturellen Einfluesse auf der europaeischen und asiatischen Seite. Hier sind untertags 20 Mio. Menschen, Nachts immerhin 13 Mio. Sparen faellt uns schwaer ob der zahlreichen kulinarischen, kulturellen, vielschichtigen Verlockungen und Einkaufsmoeglichkeiten, aber auch hohen Preise. Schaut euch die Bilder an, da ist ein Haufen davon, sie sagen viel mehr als es Worte vermoegen…; auch wenn wir sicher nur die Oberflaeche angekratzt haben und leiderer nur wenig vermitteln koennen was den Flair dieser Stadt ausmacht.
Ab Samstag Vormittag sind wir von Yalova auf der asiatischen Seite in Richtung Bursa unterwegs.
Gegenwind bis Istanbul
von lo am Jan.26, 2010, unter China 2010
Von Terkirdag, wo wir die Nacht in einem eher reudigen und sehr kleinen Zimmer verbrachten ging es nach einem türkische Süssigkeiten Frühstück, an der Küste nach Ost-Nord-Ost. Leider hatten wir den ganzen und auch den darauffolgenden Tag starken Wind aus Norden, der uns das Vorankommen verdammt schwer machte und unsere Finger und Zehen fast abfrieren lies! Wir schafften es nur bis zur Hälfte nach Silivri, wo wir dank einer Euro/Lira-Verwächslung dann für 30 Euro einen Suite mit Sprudelwanne und Frühstück hatten. Nach einem weiteren ausgiebigen Frühstück so gegen 11h; 30km später, waren wir dann auch schon in den Vororten von Istanbul! Bis hier waren wir auf der Küsten-Bundesstrasse unterwegs, die immer zweispurig, stark befahren, aber immerhin meist mit einem breiten Pannenstreifen für uns alleine versehen war.
Von den vielen Autos und Lastwagen die uns passierten, bekamen wir sehr oft ein aufmunterndes Hupen und bewunderndes Winken/Daumenhoch und weniger ein bedauernd/verständnissloses Kopfschüttel/Vogelzeigen wie die letzten Tage im Schnee. Die Polizei war bisher stets gleichgültig oder freundlich, die letzten Tage wurden wir sogar zweimal mit Sirene gewürdigt, bisher nochnie gerügt. Die letzten km hatten wir dann eine Uferpromenade mit eigenem Radweg. Die Räder und Taschen sind bereits vom Dreck der letzten Tage reingewaschen… Jetzt sind wir einem Dorm(Schlafsaal), in einem Hostal Namens Old City in, direkt im Zentrum nahe der Blauen Mosche untergebracht. Für Morgen haben wir bereits eine Bootsfahrt auf dem Bosphorus geplant. Jetzt gibts Abendessen.
Meer von Marmara!
von lo am Jan.24, 2010, unter China 2010
Also zunächst mal, wir wollen immer nur nach “Osten”, Eli hat wohl der anstrengende, gestrige Tag ohne viel Schlaf etwas zugesetzt, aber keine Sorge, es geht uns gut! Dann so ca. um 1h Nachts ein lautes Motorengeräusch, wir haben uns wohl beide nochnie so sehr gefreut von Maschienenlärm geweckt zu werden, denn uns war klar: Allah sei dank, der Schneepflug ist da! In der Früh, nach der bisher kältesten Nacht (-15 C mitten im Schnee) sind wir ob der schneidenden Kälte schnellst möglich aufgebroch und waren trotz immer noch anspruchsvoller Schneefahrbahn vor 10 in Haybolu, wo wir uns ein ausgiebiges türkisches Frühstück (Suppe, Eierspeise mit Gemüse, Nachspeise…) gegönnt haben. Die restlichen 50km bis Tekirdag waren dann auch kein Problem mehr, auch wenn uns viele für verrückt hielten und die Autos alle mit Schneeketten unterwegs waren. Selbst hier in Tekirdag an der See von Marmara, einer Stadt der Grösse Salzburgs, ist überall Scheefahrbahn! Doch kein Vergleich zu gestern Nachmittag, wo wir uns gewünscht hätten das Rad einfach nur schieben zu können! Finger und Zehen waren auch heute oft soo kalt dass einfachste Handgriffe, wie Reissverschluss aufmachen oder Bremsen/Schalten ein fast unmöglicher, übermenschlicher Willensakt sind. Morgen geht es an der Küste weiter Richtung Istanbul, dort sollten wir spätestens Dienstag ankommen.
So nah und doch fast unerreichbar…
von Idefix am Jan.23, 2010, unter China 2010
Den Plan heute noch Tekirdag am Meer zu erreichen mussten wir leider aufgeben. Die uns an der Grenze prognostizierten -20° und “viel Schnee” ist zwar nicht ganz eingetroffen, beim Schnee schon, bei der Temp. gottseidank nicht. Hatten heute -9° und Schneesturm…die ganze Nacht während wir sinnlos gewartet haben. Im Ort am Bahnhof hat der Bankomat gleich mal Eli’s Bankomatkarte verschluckt, Lothars funktionierte gottseidank. Alle hielten uns für verrückt, als wir sagten, dass wir nach Westen wollen…”das geht nicht, 1m Schnee…, Sturm…”. Wir wollten es selber erfahren und zogen alle Warnungen ignorierend los. In jedem Dorf wurden wir fast von jedem Einwohner zum Tee eingeladen, was wir nach der zweiten Einladung anfingen höflich abzulehnen, da wir sonst keinen Kilometer weit gekommen wären. Je weiter wir nach Westen vordrangen, desto eindringlicher wurden die Warnungen der Einheimischen. Das Fahren war mühsam, teilweise unmöglich. Immer wieder Stückweise schieben. Den verbogenen Rückspiegel von den unzähligen Stürzen hörten wir irgendwann auf, immer wieder einzustellen. Am schlimmsten ist Eis unterm Schnee, aber noch viel schlimmer sind bis zu hüfthohe Schneewächten. Irgendwann war unser Ziel, nur noch nach Hayrabolu zu kommen. Das wären insgesamt knappe 40km gewesen. Seit dem letzten Dorf gab es keine Spuren mehr, geschweige denn dass hier jemals ein Räumfahrzeug gefahren wäre. In den letzten 1,5 Stunde
n haben wir gerade mal 1,3km geschafft, bei dem Tempo brauchen wir noch 4 Tage bis in den Ort. Ein 60kg Rad durch hüfthohen Schnee zu “zerren” (anders kann man das nicht nennen) ist das Kräfteraubendste was man sich vorstellen kann…und dann noch der kalte Schnee, der andauernd den Weg in die eh schon nassen Schuhe findet. Aufgeben? Niemals…zumindest jetzt noch nicht. Wir haben noch genug Benzin, um Tee zu machen und noch ein wenig Essen, wir werden es also morgen weiter probieren. Läppische 18km fehlen noch, aber bei ca. 1km in der Stunde sind das Tage
, wir planen also morgen eine Art “Schlitten” aus den Packtaschen und dem Rad zu bauen, jeder hat da schon so seine Idee, Fotos folgen dann, wenn wir endlich in Istanbul sind
Eine lange Nacht…
von lo am Jan.23, 2010, unter China 2010
Die Kulisse, ein verlassen wirkender Bahnhof, weniger wie 2km vor der Türkischen Grenze. Ab ca. 20 Uhr eine bis zu fünf Mann starke Besatzung von Bahnhofsbeamten, wir die einzigen Passagiere. Um 1 holt dann einer der 3 Grenzpolizisten unsere Pässe und verschwindet… Er fordert uns auf Tickets zu kaufen, wir sagen unser Ziel und werden aufgeforter zu warten, nach einer Stunde geben wir die Hoffnung zu Tickets zu kommen auf. Um 3h werden wir von einem der Wärter aufgefordet in den seit 1h wartenden Zug zu steigen, wir bekommen unsere Pässe und beeilen uns. Im Zug warten wir bis 8:55, dann fahrt dieser entlich los, Ticket brauchen wir keines für die 10km. Es hat die ganze Nacht geschneit, der immerwärende Sturm trieb die Flocken richtung Süden. Nach der Grenze in Uzunköprü kriegen wir gleich das Visum für 3 Monate um 15 Eur. Jetzt gehts mit eisigem Rückenwind auf Schneefahrbahn nach Tekirdag ans Meer.
Türkie wir kommen…
von lo am Jan.22, 2010, unter China 2010
Die letzen Tage waren abwechslungsreich. Der erste Tag war sehr erfolgreich, wir haben fast all unsere Leistungs-Rekorde (20,6 kmhd; 50,5 kmh; 125km) geschlagen. Am darauffolgenden Tag zu Mittag in Plovdiv, eher was Völlerei betrifft. Gestern war wieder spitzte; bis an die griechische Grenze. Meist hatten wir mit eisigen Winden die oft aus der falschen Richtung kamen oder gar mit Schnee und sowiso immer mit der Kälte zu kämpfen. Doch jetzt nach einer kräfteraubenden Griechenlanddurchquerung sitzten wir in Python, direkt vor der Grenze zur Türkei das erste mal so richtig fest. Denn über die Grenze führt nur eine Gleissrecke, der Zug fahrt aber nur 1mal täglich und dass um 02.52, d.h. Warten, denn zurück nach Norden wollen wir aufgrund des eisigen Schneesturms nicht und im Süden ist angeblich die Grenze zu! Jetzt haben wir auf dem ausgestorbenen Bahnhof den Wartesaal besetzt und gekocht hmm.
Den Winter im Ruecken
von lo am Jan.19, 2010, unter China 2010
Dank dem netten Herren (s.o.) haben wir zwei niegelnagelneue, liebevoll eingespeichte Hinterfelgen die vielversprechend robust, wenn auch etwas schwerer sind! Auch anderre Kleinigkeiten konnten wir reparieren. Die zwei Tage hier in Sofia konnten wir gut nutzen um uns von den Strapazen der letzten Tage zu erholen! In der netten, familieaeren Atmosphere des Oriental Express Hostel haben wir uns sehr wohl gefuehlt und sogar ein paarmal selbst gekocht! Jetzt geht es mit vollem Elan und mittlerweile dem Winter im Ruecken (seit heute Frueh schneit es leider auch hier) auf die letzten 600 Kilometer Richtung Istanbul.
Endlich in Sofia
von lo am Jan.17, 2010, unter China 2010
Die Nacht war eiskalt mit ueber -10 Grad und in der Frueh waren gleich nach dem Aufbruch sowohl Zehen als auch Finger im Handumdrehen eignefrohren. Also nach 300 Hoehenmeter Abfahrt eine unserer heissgeliebten Kaffee-Aufwaermepausen! Wieder erwarten waren die knapp 70km bis Sofia kein Zuckerschlecken und keineswegs nur bergab, es gab viele kleine Steigungen und auch in den Taelern hatte es so an die -7 Grad. Gerade auf der letzten Abfahrt vor Sofia hatten wir beissend-kalten Gegenwind, der uns zwang auf ein waermendes Mittagessen einzukehren
. Jetzt sind wir im netten Hostal Orient Express, direkt im Centrum. Die Stadt Sofia hat einen teils angenehmenCharme(viele imposante Bauwerke), teils einen dreckigen Grosstadtcharrakter, die zwei Atommailer und vielen Schlote kurz vor dem Stadtkern wirken fuer sich. Aber auch der verschneite Gipfel der hinter der Stadt emporragt fasziniert uns.























